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Fronleichnam 2017

Fronleichnam ist ein christlicher Feiertag, der in vielen Teilen Deutschlands auch ein gesetzlicher Feiertag ist. Fronleichnam ist dabei nur die Kurzform von Fronleichnamsfest. Teilweise wird auch noch der altertümliche Name ‚Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi‘ verwendet. In Deutschland ist Fronleichnam in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland ein gesetzlicher Feiertag. Darüber hinaus handelt es sich in einigen, vorwiegend katholischen, Regionen Sachsens und Thüringens um einen arbeitsfreien Tag.

Wann ist Fronleichnam jedes Jahr?

Fronleichnam gehört zu den beweglichen Feiertagen. Das bedeutet konkret, dass Fronleichnam jedes Jahr an einem anderen Datum stattfindet. Der Termin richtet sich dabei nach dem beweglichen Osterfest. Dabei findet Fronleichnam immer am 60. Tag des Osterfestes statt. Damit fällt Fronleichnam frühestens auf den 21. Mai und spätestens auf den 24. Juni. Im Gegensatz zu Christi Himmelfahrt ist Fronleichnam damit nicht zwischen Ostern und Pfingsten, sondern nach dem Pfingstfest. Deshalb handelt es sich bei Fronleichnam auch um einen stillen Feiertag. 2017 fällt Fronleichnam auf den 15. Juni, 2018 auf den 31. Mai, 2019 auf den 20. Juni und 2020 auf den 11. Juni.


Was wird an Fronleichnam gefeiert?

An Fronleichnam geht es um die Einsetzung der Eucharistie (= Danksagung) durch Jesus Christus beim letzten Abendmahl. Am Feiertag Fronleichnam geht es deshalb darum, dem Blute und dem Leibe Jesu Christi zu gedenken. Der Feiertag findet immer innerhalb der Karwoche statt und ist entsprechend ein sogenannter stiller Feiertag. Entsprechend geht es um ein ruhiges Gedenken an Jesus Christus. Gefeiert wird Fronleichnam seit dem 13. Jahrhundert. Damals gab es erste Prozessionen zu Fronleichnam im belgischen Lüttich. Auch in Deutschland gab es in den Folgejahren anfängliche Prozessionen rund um Fronleichnam. Während der Reformation wendeten Luther und die Protestanten sich von dem Feiertag ab. Deshalb handelt es sich bei Fronleichnam heute auch nur um einen katholischen, nicht um einen evangelischen Feiertag.
 

Welches Brauchtum gibt es heute rund um Fronleichnam?

In Deutschland werden an Fronleichnam ganz unterschiedliche Prozessionen durchgeführt. Jesus Christus wird dabei durch verschiedene Symbole gegrüßt. Traditionell haben sich dabei Schüsse, Blumen, Weihrauch und Weihrauch durchgesetzt. Danksagungen dieser Art kann man an Fronleichnam meist in ganz Deutschland beobachten. In manchen Regionen, besonders in Österreich, werden sogar ganze Straßenzüge extra für Fronleichnam geschmückt. Auch Bilder, Ornamente und Schriften zum Gruße Jesus haben sich an Fronleichnam etabliert. Die Stadt Hüfingen und die Gemeinde Mühlenbach sind dafür bekannt, dass sie an dem Feiertag ganze Blumenteppiche mit christlichen Symbolen wachsen lassen.

Als wichtiger Brauch rund um Fronleichnam haben sich auch Prozessionen entwickelt. Dabei gibt es eine traditionelle Variante zu Pferd, den sogenannten Antlassritt. In einigen Regionen haben sich aber auch andere Arten der Prozessionen entwickelt. Besonders in Städten mit großen Flüssen gibt es an Fronleichnam beispielsweise Schiffsprozessionen. Besonders Mülheim ist für seine große Schiffsprozession an Fronleichnam bekannt. Dabei fahren sogenannte Sakramentsschiffe von Mülheim bis an die Stadtgrenze von Köln. Weitere Arten von Prozessionen haben sich in anderen Teilen von Deutschland und Österreich entwickelt. Dabei gilt grundsätzlich, dass Prozessionen nur in Gegenden stattfinden, die großenteils katholisch sind.

Was hat es mit den sogenannten Fronleichnamsspielen auf sich?

Im Barockzeitalter haben sich rund um Fronleichnam sogenannte Fronleichnamsspiele entwickelt. Dabei wurde in großen deutschen, aber auch italienischen, Städten große Feste gefeiert. Bei den Spielen ging es um verschiedene Aktionen rund um die Kirche. Teilweise waren auch Gespräche mit Aposteln oder Propheten Teil der Spiele. Die Tradition dieser Fronleichnamsspiele ist besonders aus dem 15. Jahrhundert dokumentiert. Heute gibt es die Spiele in dieser Art nicht mehr. Einzig die sogenannten Samsonumzüge, die in einigen Regionen Österreichs am Fronleichnamstag gefeiert werden, erinnern noch an die Fronleichnamsspiele.

Wo ist Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag?

Wie einige andere christliche Feiertage ist Fronleichnam in Deutschland kein genereller gesetzlicher Feiertag. Im Gegensatz zum Karfreitag, dem Ostermontag und Christi Himmelfahrt ist Fronleichnam damit nicht in allen Teilen von Deutschland ein arbeitsfreier Tag. Ein kompletter Feiertag ist Fronleichnam in Deutschland nur in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Darüber hinaus gibt es Ausnahmeregelungen für Sachsen und Thüringen. Hier ist Fronleichnam nur in den mehrheitlich katholischen Regionen ein Feiertag. Das betrifft in Thüringen den Landkreis Eichsfeld sowie Teile des Unstrut-Hainich-Kreises sowie des Wartburgkreises. In Sachsen ist Fronleichnam ausschließlich in den sorbischen Regionen ein Feiertag. In den sorbischen Regionen Brandenburgs ist Fronleichnam dagegen kein Feiertag.

In welchen Ländern ist Fronleichnam sonst ein Feiertag?

Fronleichnam ist nicht nur in vielen Regionen Deutschlands ein gesetzlicher Feiertag. So gilt etwa in der Schweiz dieselbe Regel wie in Deutschland: Es handelt sich demnach um einen Feiertag in hauptsächlich katholischen Regionen. Dazu gezählt werden Appenzell Innerrhoden, Jura, Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Tessin, Uri, Wallis und Zug. Ausnahmeregelungen nach dem deutschen Sinne gibt es in Aargau, Freiburg, Graubünden, Neuenburg und Solothurn. In den beiden mehrheitlich katholischen Ländern Liechtenstein und Österreich ist Fronleichnam dagegen generell ein gesetzlicher Feiertag und damit arbeitsfrei. Anders als etwa Christi Himmelfahrt ist Fronleichnam dagegen kein Feiertag in Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Dort wird das Fest am Sonntag nach dem eigentlichen Datum nachgeholt. Dieselbe Regelung gilt auch für das tiefchristliche Italien. Im Zwergstaat San Marino ist Fronleichnam dagegen ein Feiertag. Dasselbe gilt ansonsten auch noch für Bolivien, Brasilien, die Dominikanische Republik, Kroatien, Kolumbien, Osttimor, Polen, Portugal, Saint Lucia sowie Trinidad und Tobago.
 


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